Entspannter als Yoga: Makrofotografie

Wenn ich total entspannen möchte suche ich mir Makromotive. Spannend, wie ich durch den komplett anderen Blickwinkel und der damit verbundenen Konzentration total runterfahren kann. Es wirkt bei mir besser als jede Entspannungsübung oder Yoga. Ich bin danach ruhig und mein Kopf ist wieder bereit, um spannende neue Themen in Angriff zu nehmen.

Die Ruhe genießen

Suche dir für Makrofotos am besten ein ruhiges Plätzchen, bei dem du wenig bis gar nicht gestört wirst. Je nach Motiv werden dich Passanten schräg ansehen, aber das macht ja nichts. Es ist dein Moment, lass dich nicht beirren.

Stativ

Ein Stativ kann auf jeden Fall helfen, dass das Motiv an der richtigen Stelle scharf bleibt. Oft ist der Schärfebereich nur sehr klein und verrutscht ohne Stativ zu schnell. Wenn du wie ich nicht immer das riesen Stativ mitnehmen möchtest und du eher am Boden fotografierst, kann ich dir das Manfrotto Ministativ* wärmstens empfehlen. Bei einem längeren Objektiv sollte aber der Fuß unterhalb des Objektivs sein, da es sonst kippt. Ich hab es immer dabei.

Objektiv

Ich verwende für Makrofotos das Sigma Makro 150mm F2,8 DG HSM* mit Canon Gewinde, das ich per Adapter an meine Sony Alpha 7III* schraube.

Vorteil des Objektivs ist der weite Weg um scharf zu stellen. Ich hoffe, du verstehst was ich meine. Bei anderen Objektiven ist das Rad zum manuellen Scharfstellen oft zu feinfühlig und es ist schwerer auf die entsprechende Stelle zu fokussieren.

Scharfstellen

Der automatische Fokus versagt oft bei Makrofotos, da die Kamera nicht immer weiß, worauf du scharf stellen möchtest. Beim folgenden Bild wollte ich unbedingt auf die Staubgefäße der Pflanze fokussieren.

Makroaufnahme einer Blume
Weißt du welche Pflanze es ist? Schreib es mir doch in die Kommentare.

Am besten stellst du scharf und atmest kurz vor dem Auslösen aus, so dass du nicht wackelst, wenn du die Kamera ohne Stativ nutzt. Dadurch dass du deine Atmung etwas kontrollieren musst, entspannst du noch ein wenig mehr.

Abstand

Der Abstand zum Motiv kannst du natürlich selbst wählen. Was du wissen musst, ist, dass dein Objektiv einen Mindestabstand braucht, weil es darunter nicht scharfstellen kann. Mein Makroobjektiv braucht mindestens 38 cm Abstand zum Motiv. Der Mindestabstand ist auf deinem Objektiv zu finden.

Hintergrund

Ich erinnere mich, dass ich relativ am Anfang meiner Fotografie gelesen habe, dass bei Makromotiven doch am besten ein einfarbiger Karton in den Hintergrund gehalten werden soll, damit der Hintergrund nicht ablenkt.

Heute denke ich mir: warum?

Der Hintergrund lenkt nicht ab, sobald ein schönes Bokeh entsteht. Durch die Offenblende schaffst du es, dass sich der Vordergrund vom Hintergrund abhebt. Auch sieht es natürlicher aus, wenn das Motiv in der gewohnten Umgebung fotografiert wird.


Noch ein Hinweis zum Schluss: Lass alles so wie es ist. Blumen abreißen für Fotos muss nicht sein, genauso darf das Tierchen da bleiben wo es ist.


Und jetzt bin ich gespannt auf deine Makrofotos. Verlink mich doch darauf auf Instagram @imkaphotos.

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4 thoughts on “Entspannter als Yoga: Makrofotografie

  1. Ich bin auch ein großer Liebhaber der Makrofotografie. Ich selber nurtze ein Sigmaobjektiv ohne Stabi. Aber so langsam überlege ich, ob ich nicht noch 1-2 weitere anschaffen soll. Eines mit 60mm und eines mit 150mm. Nur leider stehen derzeit noch andere Anschaffungen an erster Stelle…

    1. Ich habe das Objektiv aus einer Laune heraus gekauft und bin aber sehr zufrieden damit. Bei mir steht noch in der nächsten Zeit die Anschaffung eines Weitwinkelobjektivs an. Ich denke das eine Makro reicht mir bis jetzt.
      Benutzt du dann eigentlich ein Stativ wenn du keinen Stabi hast?

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